The slow lane





"Was nehmt ihr auf einem Trip wie diesem mit ? Wie schwer sind eure Fahrraeder?" Diese Fragen werden wir oft gefragt. Um sie zu beantworten und euch eine Vorstellung zu geben, was wir alles auf unsere Fahrraeder gepackt haben, geben wir euch auf dieser Seite einen Überblick über unser Equipment.


Das Fahrrad

Als wir angefangen haben nach einem geeigneten Fahrrad zu suchen, wurde schnell klar, dass ein herkoemmliches Tourenrad aus dem Geschaeft nicht alle unsere Anforderungen erfullen wuerde. Unser Farrad musste robust und einfach zu reparieren sein, sowie eine gute Geometrie haben, da wir viele Stunden auf ihm verbringen werden. Wir rechachierten im Internet, sprachen mit Leuten im Fahrradgeschaeft und Mario ist auf eine Long Distance Bike Konvntion gefahren, um Ratschlaege und Tipps einzuholen. Der Aufand hat sich aber gelohnt, da Fahrraeder fuer Fernradreisen besondere Anforderungen erfuellen muessen und da im Gegensatz zu Rennraedern und Mountainbikes nicht viele Leute mit dieser Art von Fahrrad Erfahrung haben.

Da das Fahrrad bei einer Fernradreise stark beladen wird und die Strassen oft nur aus schlaglochuebersaeten Feldwegen bestehen, muessen alle Komponenten extrem belastungsfaehig und langlebig sein. Das wichtigste Kriterium dabei ist ein starker Rahmen mit einer geeigneten Geometrie. Daher kam fuer uns nur ein Stahlrahmen in Frage, da Stahl im Gegensatz zu Aluminium leicht daempfende Eigenschaften besitzt und staerker ist. Ausserdem ist es im Falle eines Rahmenbruchs wesentlich einfacher jemanden zu finden, der Stahl schweissen kann.

Nach monatelanger Rechereche und dem Anlegen und Vergleichen einiger Excel-Tabellen, haben wir uns dazu entschieden, zwei Surley "Long Haul Trucker" Rahmen in den USA zu kaufen und in Aachen bei Marios Fahrradhaendler seines Vertrauens ( Radsport Lenzen ) nach unseren Wünschen und den guten Ratschlaegen von Ede, aufbauen zu lassen.

Ob die von uns getroffene Wahl gut ist, wird sich zeigen. Hierzu werden wir unter dem Menuepunkt "Tech Log - Bike Performance" alle 1000 km einen kleinen Bericht schreiben.


Hier die technischen Details unserer Bikes:

 

Vorderes- und hinteres Schaltwerk

Shimano XT

Bremsen

Shimano XT V-Brakes

Laufraeder

Shimano XT

Shifter

Shimano XT

Kurbel

Shimano XT

Kassette

Shimano XT

Steuersatz

Acros, stainless

Felgen

MAVIC EX 721, 26’, 36 Speichen

Speichen

2mm DT Swiss

Reifen

Schwalbe Marathon Plus 26 X 1.75

Fahrradtaschen

Ortlieb Classic

Gepaecktraeger (Vorne und Hinten)

Tubus

Sattel

Brooks B17 (pre aged leather)

Lenker

Ritchey Comp

Pedale

Shimano XT, SPD

Jedes Fahrrad wiegt 15.1 kg (ohne Fahrradtaschen).


Die Ausrüstung

Da wir alles, was wir für das taegliche Leben brauchen auf dem Fahrrad mitnehmen, mussten wir unser Hab und Gut auf das reduzieren, was in 10 wasserdichte, hochfrequenzverschweisste Ortlieb-Taschen passt. Als Grundlage für unser Equipment diente unsere Camping-Ausrüstung, die wir um Sachen ergaenzten, die andere Long-Distance Biker mit sich hatten und durch Sachen, die für uns wichtig waren. So Kochen wir zum Beispiel gerne und daher ist unsere Küche sehr umfangreich ausgestattet.

Nach unserer ersten (und einzigen) Probefahrt, hatten wir mehr oder weniger herausgefunden, welche Dinge notwendig sind und was nur unnötiger Balast ist.

Da die Fahrrradtaschen nicht durchsichtig sind und es so schwierig ist zu wissen, wo sich gerade was befindet, behandeln wir jede Tasche wie einen Raum in einem Haus. Eine Beschriftung sorgt für schnellen Zugriff. Hier eine Liste mit den Raeumen und deren Inhalt:

Küche (8.2 kg)

  • 2 MSR Whisper Light Internationale - Benzinkocher
  • 2 Benzinflaschen
  • 3 Kochtöpfe
  • je 2 : Teller, Tassen, Besteck, Weinglaeser
  • Schneidebrett / Messer
  • kl. Grillrost
  • Spülutensilien (Schwamm, Seife, Handtuch)
  • Grosse Auswahl an Gewürzen zum Kochen (Salz, Pfeffer, Zucker, Öl, Essig, getrocknete Paprika etc. )
  • Faltbare Waschschuessel

 

Badezimmer & Vorratskammer (7.0 kg)

  • Alles, was Mann/Frau so braucht um sauber zu bleiben
  • Waschpulver
  • Sonnencreme
  • Solardusche
  • Tasche mit Essensvorraeten (variiert von Tag zu Tag)
  • Mückenspray

Bücherei (7.8kg)

  • Reiseführer von verschiedenen Orten und Laendern
  • Grosse Auswahl an Landkarten
  • Tagebücher
  • Briefumschlaege und Papier
  • Eee PC (Computer) & externe Festplatte (zum Sichern von Fotos)
  • Ebook
  • Kartenspiel
  • Batterien und Ladegeraet
  • Objektive für Kamera (10-20 mm, 24-105 mm, 70-200 mmm plus 1.4X etender)
  • Solarladegeraet
  • Grosse Auswahl an Kabeln
  • Kleine, batteriebetriebene Laterne

Hausapotheke & Garage (9.6 kg)

  • Werkzeug (Schraubenzieher, Ring und Maulschlüssel etc.)
  • Ersatzteile: Speichen, Bremsbelaege, Bremskabel, Ketten, Schlaeuche
  • Repair kits: therma-rest, MSR Kocher
  • Wasserfilter
  • Öl und Reinigungsflüssigkeit
  • Tabletten in allen Formen, Farben und Grössen
  • erste Hilfe und Emergency kit
  • Faltbare Wasserbehaelter

Kleiderschrank – Sheri (5.7 kg)

  • Schuhe und Kleidung für hoffentlich alle Wetterbedingungen

Kleiderschrank - Mario (6.7 kg)

Siehe oben

Kleiderschrank - Beide (3.0 kg)

Siehe oben

Kleiderschrank - Beide (3.0 kg)

Same as above

Lenkertasche (3.0 kg)

  • Kamera
  • Verschiedenes, z.B. Karten, Kompass, Sonnencreme, Snacks etc.

Lenkertasche (2.0 kg)

Siehe oben

Wasserdichter Packsack auf hinterem Gepaecktraeger (6.2 kg)

  • 2 Schlafsaecke
  • 2 Seideninletts (für Schlafsaecke)
  • 2-Personen Zelt (Nemo Losi)
  • Liner für Zelt (NemoPawprint”)

Wasserdichter Packsack auf hinterem Gepaecktraeger (7.4 kg)

  • 2 Therma-Rests
  • Stativ für Kamera
  • Unterlegplane für Zelt
  • Einige Nalgene-Wasserflaschen

Weiterhin haben wir sechs Wasserfalschen, die wir auf die einzelnen Taschen verteilen, abhaengig davon, wie voll diese sind.

An unseren Fahrraedern haben wir jeweils drei weitere Wasserfalschen.

Auf Marios wasserdichtem Packsack (auf dem Gepaecktraeger) haben wir noch einen Rucksack befestigt. Das erweist sich als sehr praktisch, da man hier Dinge unterbringen kann, die man waehrend der Fahrt braucht (Kleidung, die man eventuell an/oder ausziehen möchte, Objektiv für die Kamera, Fahrradschloss etc..) Da ein Rucksack sehr viel Platz in einer der Fahrradtaschen wegnehmen würde, auf einer Reise aber nahezu unverzichtbar ist, ist das der perfekte Platz für ihn.

Je nachdem, wieviel Wasser wir mit uns haben, hat jeder von uns 30-40 kg Gepaeck. Das ist in der Tat nicht leicht und wir spüren das Gepaeck bei dem leichtesten Anstieg deutlich, doch nichts desto trotz lassen sich die Fahrraeder sehr gut fahren.